Hier stelle ich ein kleines LED-Fader-Modul vor, das eigentlich nur für einen Zweck entwickelt wurde.

In einer Fernsehserie, Dr. Who, gibt es eine englische Police-Box, worin Polizisten normalerweise Warnbarken, Absperrband und ähnliche Gegenstände aufbewahren. Diese Box sieht als Spielfigur so aus:

Tardis 

Nur ist diese spezielle Box eine Zeitmaschine von Dr. Who. Diese Police-Box hat auf dem Dach eine Lampe die, wenn die Zeitkapsel startet oder in der Zeit springt, ein an- und abschwellendes Lichtsignal von sich gibt. Näheres zur Serie oder dem TARDIS findet Ihr in der Wikipedia.

 

Genug der Vorreden, jetzt zum Projekt an sich. Dieses Fading zu erzeugen ist im Grunde simpel. Man nimmt einen Mikrocontroller mit PWM (PuslWeitenModulation), stellt das fading ein, wie auf http://www.mikrocontroller.net beschrieben, bastelt eine LED mit Vorwiderstand dran, den Resetwiderstand nicht vergessen und schwups ist alles fertig. Dachte ich mir auch und habe alles auf einem Breadboard aufgebaut.

In der Lochrasterversion sieht das ganze schon so aus:

Fader Lochraster

Die Verkabelung passt unter den Prozessor, so dass der obere Teil der Platine als Halterung für eine Verschraubung dienen kann. Nun kommen wir zur Schaltung, dem Programm und dann natürlich auch zur SMD-Version, die in die Spielfigur hinein passt. In der Lochrasterversion habe ich noch keinen Verpolungsschutz eingebracht, der ist aber im Schaltplan und im SMD-Layout drin. Man kann ja nie wissen. Da der Prozessor mit einer Spannung ab 3,3V zuverlässig arbeitet habe ich einfach eine Diode in durchgangsrichtung geschaltet um ein verpolen zu verhindern. Bei einem Betrieb mit 5V fällt das nicht wirklich auf. Der Schaltplan ist erwartungsgemäss klein und übersichtlich.

 

Schaltplan

Viel sagen muss ich dazu sicherlich auch nicht. Die Programieranschlüsse sind bewusst weggelassen, denn im Layout habe ich dort kleine Vias eingefügt, an die man zur Not ein Kabel anschließen kann. Wer will kann natürlich einen 6-/10-Pol Pfostenstecker nachtragen, was für mich nicht viel Sinn macht, der Stecker ist fast so gross wie die ganze Platine. Also nochmal kurz zur Funktion zurrück. Die D1 ist als Verpolungsschutz gedacht, kann auch weggelassen werden, wenn es auf die Grösse ankommt. Der 10K Widerstand (R3) bringt den Reset auf +5V, zur Programierung wird der dann auf GND gelegt. Der 220 OHM Widerstand (R2) ist der Vorwiderstand der LED. Diese wird in meiner Version nicht direkt eingelötet, sondern es stehen dort 2 Buchsen bereit, auf die man jede beliebige LED aufstecken kann. So ist man etwas flexibler. Ich habe es mit einer blauen 5mm-LED an einem 3,6V LiPo-Akku getestet (Ohne D1). sieht klasse aus. Board

Mittlerweile habe ich die kleine Version aufgebaut. Die freien Anschlüsse dienen wie oben erwähnt zur Programierung. Hier das Bild von der SMD-Variante:

Fader SMD

Wer es nachbauen möchte, kann dies gerne tun hier die Stückliste:

  • IC1 ATTiny 45V
  • R1 220 Ohm
  • R2 10K
  • D1 1N4148