Reisebericht Paguera (Mallorca) Feb. 2018

Ich musste einfach mal raus und habe mir 5 Nächte in einem Bettenbunker in Paguera gebucht. Der Spaß hat incl. Transfer zum Hotel keine 400€ gekostet und ich hatte keine Erwartungen. Zudem muss ich dazu sagen, ich war in meinem ganzen Leben noch nicht auf Mallorca. Ein Arbeitskollege sagte mir, dass ich mir einen Mietwagen nehmen soll, damit ich über die Bergstraßen zu dem Mandelplantage fahren kann, die sollen um diese Jahreszeit in voller Blüte stehen.

Flug und Transfer verliefen problemlos, leider war die Ankunft im Hotel spät abends (21Uhr) und da ich ausserhalb jeglicher Saison gereist bin, gab es auch

Bodega Galeon

nicht viel Hoffnung auf Abendessen. Trotzdem fragte ich an der Rezeption nach und ich erfuhr von einer kleinen Bodega in nicht mal 5 Gehminuten vom Hotel. Gott sei dank war die offen. Zu dieser Bodega muss ich noch einiges Sagen und ich erstelle noch eine Fotostrecke dazu, denn ich kam als Gast und ging nach 5 Tagen als Freund (Amigo). Eine wunderbare mediterrane maritime Einrichtung mit viel Liebe über Jahre zusammengetragen.

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe wunderbar gegessen, alle sehr freundlich und aufmerksam. Die Nacht war ruhig, das Hotel war auch nicht so voll, ca. 100 Gäste, denke ich. Vorwiegend ältere Paare, wie ich auch erwartet hatte.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück (würde es als durchschnittlich bezeichnen) habe ich mir einen Mietwagen besorgt. 4 Tage incl. Vollkasko ohne Selbstbeteiligung 100€. Also kurz auf Mandelbluete 1die Karte geschaut und los ging es Richtung es Capdellá, einem kleinen Ort in der Nähe um sich an Auto und Straßen zu gewöhnen. War auch eine gute Idee, da die Straßen recht eng und kurvig in den Bergen sind. Von dort aus bin ich nach Andratx, das anscheinend fast ausschließlich aus Einbahnstraßen besteht. Leider fand ich keinen Parkplatz, um mir die Stadt näher anzusehen, also bin ich weiter nach Camp de Mar gefahren. Camp de Mar liegt auch direkt am Meer und dort habe ich auch ein offenes Restaurant gefunden und ganz passabel gegessen. Von da aus endete meine Runde wieder in Paguera und ich hatte abends die Chance genutzt den fantastischen Sonnenuntergang zu genieße und zu fotografieren. Leider waren die Temperaturen nicht so toll und es hatte einen kräftigen Wind. In den ganzen Tagen war dieser der schönste, vom Wetter her. Abends habe ich im Ort gegessen, war ok.

Meine nächste Tour sollte nach Soller gehen, also ab auf die MA-10, die westliche Küstenstraße. Von Paguera aus über Porto Fornetlls/Cala Fornells, Andratx nach es Grau. Dort bot sich die Gelegenheit anzuhalten und zu fotografieren. Es gibt dort einen kleinen Aussichtspunkt, von da ist der Blick einfach atemberaubend. Weiter ging es nach Estellencs wo ich anhielt und mir den Ort am Berg genauer angesehen habe. Die Straßen sind sehr eng und steil, ich bin hier zu Fuß unterwegs gewesen und hatte gehofft ein offenes Restaurant zu finden, allerdings war alles geschlossen, trotz Mittagszeit. Also weiter Richtung Soller. Unterwegs Richtung Valdemossa hatte ich im Augenwinkel ein Schild nach Porta Valdemossa entdeckt und entschied mich dazu hier noch einen Abstecher hin zu machen, da ich ein Restaurant vermutete, ich hatte mittlerweile richtig Hunger. Was ich nicht wusste ist, dass diese Straße an vielen Stellen so eng ist, dass ich mit meinem geliehenen Fiat Panda um die Mandelbluete 2Ecken zu kommen. Die Straße geht von 331m in engen Serpentinen am Steilhang auf Meeresspiegel runter auf einer Länge von 5,8 km. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Kurven so eng, dass ich mit dem Auto kaum rum kam, wenige Leitplanken, ab an zu waren in den Kurven Steine aufgestellt um ein Abrutschen zu verhindern. Allerdings habe ich Höhenangst und ich war schweißgebadet als ich endlich unten ankam. Leider gab es nichts zu Essen, alles zu. Dafür konnte ich die Steilküste von unten bewundern und mir den Hang ansehen, den ich grade herunter gefahren bin. Nach kurzer Zeit bin ich wieder gefahren, weiter nach Valdemossa. In Valdemossa angekommen fand ich eine kleine Tapas Bar, allerdings sprach niemand englisch, geschweige denn deutsch. Die einzigen deutschen Worte des Kellners: „Entschuldigung, nur Spanisch“. Da ich meine Lieblingstapas gefunden hatte war das kein Problem. Da es schon recht spät war mit den ganzen Ausblickpausen und dem Abstecher bin ich nicht weiter nach Soller gefahren, sondern habe den Rückweg angetreten. Zum Abendessen wieder ins ‚El Galeon‘.Port Valdemossa

Am Folgenden Tag bin ich über Palma in den Norden nach Alcudia/Port d’Alcudia gefahren. Es war sehr windig, teilweise regnete es, leider kein so schönes Urlaubswetter, aber was solls. Im Frühjahr/Sommer ist es hier bestimmt voll und wuselig, als ich da war war es noch so tot, grau und trist, dass ich nicht lange geblieben bin. Auf dem Rückweg habe ich noch Halt in Inca gemacht, aber die Stadt hat mir so gar nicht gefallen, so dass ich dann noch die Strandpromenade von Paguera genossen habe. Auch das ‚El Galeon‘ habe ich abends noch besucht und wurde nicht enttäuscht.

Der letzte ganze Tag fing mit Regen an und es wollte einfach nicht aufhören. War nicht so viel Regen, aber der Wind war auch recht strak, so dass ich mich entschied noch eine kleine Tour nach Es Capdella zu machen, diesmal mit dem Handy an die Frontscheibe gelehnt, so dass ich ein Video von den Kurven drehen konnte. Am Nachmittag habe ich das Auto zurückgegeben und bin zu Fuß noch mal durch Paguera gelaufen. Abends in der Bodega wurde ich schon mit ‚Hola Amigo‘ begrüßt. Auf meine Nachfrage, ob ich ein paar Fotos machen dürfte lud mich der Chef, selbst Mallorquiner, an seinen Stammtisch ein, wo ich noch andere deutsche kennen gelernt habe incl. Der Frau des Chefs, die auch aus Deutschland stammt. Es war so herzlich, so angenehm und freundlich. Ich habe mich da so wohl gefühlt. Der Chef lud mich ein am nächsten Tag gegen Mittag bei Ihm die Fotos zu machen, da die Bodega dann leer ist und ich mich frei bewegen und fotografieren kann. Ein paar Fotos kommen hier im Anschluss noch. Es war ein toller Abend, vielen Dank noch mal an die Bodega ‚El Galeon‘ ich komme gerne wieder.

Paguera Nacht

Der folgende Tag war mein Abreisetag, allerdings hatte ich noch bis 14:30Uhr Zeit, da mein Flug recht spät war. In der Stadt habe ich mir noch Kleinigkeiten für Zuhause gekauft. Olivenöl, echte schwarze Oliven, und verschiedene aromatisierte Salze. Den Strand und die Strandpromenade habe ich dann auch noch etwas genießen können, dann die Sonne kam wieder und die Luft war herrlich. Mein Fototermin war dann um 12 Uhr, keine Gäste da und ich hatte Zeit meine Fotos zu machen. Verabschiedet wurde ich mit den Worten, „Amigo, wenn Du wieder kommst ist hier Dein Haus“.

Ich werde wieder komme, es ist eine wirklich tolle Insel und ich habe noch nicht alles gesehen. Ich kann Menschen verstehen, die hierhin auswandern, für mich wäre das nichts.

 

 

 

 

Ich hoffe, dass euch mein Bericht gefallen hat, bis zum nächsten Artikel.

 

Dort findet Ihr das 'El Galeon':el Galeon 2

el Galeon 1